Sportförderung am DHG
 

DHG-Wettkampfmannschaft beim Bundesfinale JtfO in Berlin

„Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!“ freuten sich die beiden Landessiegermannschaften der DHG-Wettkampfgruppe Rudern. Im Mädchen-Doppelvierer hatten sich Tabea Bär (9a), Anniko Hupp (9a), Tabea Kindelberger (9b), Ella Händle (9a) mit Steuermann Oliver Händle (6a) Ende des vergangenen Schuljahres für das Bundesfinale qualifiziert. Auch der Jungen-Gig-Doppelvierer mit Finn Stäblein, Kilian Schardt, Lukas Korbmann, Emil Baugut (alle 10a) und Steuerfrau Yasmina Kißner (9a) durften die Reise in die Bundeshauptstadt antreten.

Am Abend des Anreisetages besuchten die Ruderinnen und Ruderer mit ihren Betreuern Herrn Bock und Herrn Händle das Musical „Ghost“ im Theater des Westen am Kurfürstendamm. Sichtlich berührt von der Inszenierung wurde dieses kulturelle Angebot mit Begeisterung aufgenommen.

Gespannt waren die Mannschaften bei ihrer ersten Bundesfinalteilnahme auf die Regattastrecke in Grünau, auf der 1936 vier Würzburger Ruderer die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen erringen konnten. Doch die Strecke zeigte sich nicht gerade von ihrer besten Seite. Der Wind ließ die Wellen derart groß werden, dass die Betreuer entschieden, das Rudertraining zugunsten eines Ausdauerlaufes ausfallen zu lassen. Nachdem zwei Boote aus anderen Bundesländern kenterten und die Strecke ab 14.00 Uhr für das Training gesperrt wurde, waren doch alle mit dieser Entscheidung glücklich.

Am ersten Wettkampftag erreichten beide Ruderteams in ihren Vorläufen den dritten Platz, der für die Mädchen den Einzug ins Halbfinale bedeutete. Die DHG-Jungs mussten in den am Nachmittag stattfindenden Hoffnungslauf, in dem sich die Mannschaft um Schlagmann Finn Stäblein mit einem beherzten Rennen überraschenderweise den direkten Einzug in das A-Finale sicherten und das, als jüngste Mannschaft im Feld. Im Halbfinalrennen der Mädchen führte die Mannschaft um Tabea Bär bis zur 500m-Marke, musste dann aber das körperlich überlegenere Boot aus Hamburg vorbeiziehen lassen und mit den Ruderinnen aus dem Sportgymnasium Berlin um den Einzug ins A-Finale kämpfen. Nach einem harten Bord-an-Bord-Kampf ging der zweite Platz mit nur einer Sekunde Vorsprung an die Ruderinnen aus der Hauptstadt. Dennoch können die DHG-Sportklassenschülerinnen mit ihrem vierten Platz im B-Finale (10. Platz in der Gesamtwertung) zufrieden sein, da die Vorbereitung aufgrund der Sommerferien sehr knapp ausfallen musste und sie tolle Rennen zeigten. Im A-Finale der Jungen konnte nach einem verpatzten Start und einem Krebs bei 500m leider nicht der Anschluss an das Spitzentrio gehalten werden, sodass die Mannschaft auf dem sechsten Rang die Regatta beendete. Allein schon das Erreichen des A-Finales war für die Mannschaft aber ein großer Erfolg. Gespannt sein können wir bei dieser Mannschaft auf das Abschneiden in den nächsten beiden Jahren, da sie in der gleichen Altersklasse wieder an den Start gehen dürfen.

Neben dem Regattageschehen blieb noch genügend Zeit für Besichtigungen. Der Reichstag, das Brandenburger Tor, der Besuch des Fernsehturms am Alexanderplatz, das Deutsche Spionagemuseum, die „Ritter Sport Bunte Schokowelt Berlin“ und die Gedenkstätte „Berliner Mauer“ in der Bernauer Straße rundeten den Berlinbesuch ab.